Emovias GmbH unterstützt pflegende Angehörige

Wirtschaft Von Extern | am Do., 05.11.2020 - 17:35

CELLE. Das junge Celler Unternehmen Emovias GmbH vermittelt im Landkreis Celle selbstständige rumänische Pflegepartner für die häusliche Pflege. In der aktuellen Corona-Krise stehe zwar die Situation der älteren Bevölkerung im Fokus, häufig aber die der Menschen in Pflegeheimen. Emovia richtet sein Angebot an pflegende Angehörige, deren Situation in der jetzigen Pandemie nicht einfacher werde, wie Geschäftsführer Jörg Grünhagen erläutert: 

Während der Corona-Pandemie steht die ältere Generation vielfach im Blickfeld. Gesundheit, aufeinander Acht geben, Rücksichtnahme und natürlich Corona- und Hygiene-Vorgaben sind in aller Munde, besonders im Hinblick auf die pflegebedürftigen Senioren. Medienberichte über Krankenhäuser und Pflegeheime gehören zum Alltag. Weniger im Fokus der Öffentlichkeit steht die häusliche Pflege, in der viele Pflegebedürftige betreut werden.

Für Aufsehen sorgte dabei vor kurzem eine Studie der Universität Bremen für die Krankenkasse DAK-Gesundheit. Aus dieser Studie geht hervor, dass für viele pflegende Angehörige die Belastung während der Corona-Pandemie immer größer wird und dazu führt, dass sich der eigene Gesundheitszustand zunehmend verschlechtert. 

Dass die häusliche Pflege dennoch gerade jetzt einen wichtigen Baustein zur Betreuung und zum Schutz der pflegebedürftigen Senioren darstellt, hebt Jörg Grünhagen vom Celler Unternehmen Emovias GmbH (www.emovias.de) hervor, welches im Landkreis Celle selbstständige rumänische Pflegepartner für die häusliche Pflege vermittelt: „Professionelle häusliche Pflege hat gerade in Corona-Zeiten den Vorteil, dass die Pflegebedürftigen einen festen Betreuer vor Ort haben und damit das Infektionsrisiko eingedämmt wird. Zugleich bleiben die Pflegebedürftigen im heimischen Umfeld, in dem sie sich wohl und geborgen fühlen. Sie können selbst entscheiden, ob sie sich unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Corona-Verordnungen und Hygiene-Vorschriften mit Familienmitgliedern treffen möchten. Die häusliche Pflege dämmt also die Infektionsgefahr ein, weil es nicht so viele Fremdkontakte gibt und trotzdem vereinsamen die Pflegebedürftigen nicht, weil sie professionell und privat feste Bezugspersonen haben, die mit Herz und Empathie für sie sorgen und da sind.“

Grünhagen weist zudem darauf hin, dass die Pflege in Corona-Zeiten als Gesamtkonzept zwischen Angehörigen, Pflegeheimen, ambulanter Pflege und häuslicher Pflege gesehen werden müsse: „Laut dem Bundesministerium für Gesundheit haben wir in Deutschland rund 4 Mio. Pflegebedürftige, also rund 5 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung. Um diese Menschen, von denen jeder wichtig ist, gut zu betreuen, leisten Angehörige und professionelle Pflegekräfte intensive Arbeit mit viel Herz und Empathie. Wir sollten allerdings darauf achten, dass die pflegenden Angehörigen und die professionellen Pflegekräfte durch ihre Tätigkeit nicht überlastet werden. Denn wer überlastet ist, kann nicht dauerhaft auf höchstem Niveau arbeiten, und unsere Pflegebedürftigen brauchen nun mal die bestmögliche Betreuung. Um dies während der sicher noch länger anhaltenden Corona-Pandemie zu gewährleisten, sollten wir alle auch nach pragmatischen Lösungen suchen, da wir uns durch die Corona-Pandemie in einer schwierigen Situation befinden, die besonders im Bereich der Pflege mit nichts zu vergleichen ist, was wir je zuvor erlebt haben.

Die Pflege-Branche ist zu Recht auch als ein ´Wirtschaftszweig´ zu sehen, in dem es um Umsätze, Einkommen, Arbeitsplätze und Ähnliches geht. Zuallererst ist die Pflege-Branche aber ein Dienst an unseren pflegebedürftigen Mitmenschen, für die es während der Corona-Pandemie teils um Leben und Tod geht und auch darum, in einem würdigen Umfeld zu leben, ohne dabei zu vereinsamen oder sich an den Rand der Gesellschaft gedrückt zu fühlen. "Wir von Emovias sind stolz darauf, im Pflegeumfeld arbeiten zu dürfen. Es wäre jedoch hilfreich, wenn zukünftig nicht nur berechtigterweise die wichtige Arbeit der Pflegeheime bei der Betreuung der Pflegebedürftigen im Blickfeld von Bund und Land stehen würde, sondern ergänzend auch die häusliche Pflege stärker pragmatisch unterstützt und beachtet werden würde. Immerhin werden über 75 % der Pflegebedürftigen in der häuslichen Pflege oder ambulant betreut. Hierbei sollte man auch die Realität sehen, dass wir im momentanen Corona-Umfeld die Pflegeanforderungen nicht allein durch heimische Pflegekräfte bewältigen können“, so Grünhagen.

Die häusliche Pflege durch pflegende Angehörige ist sehr wichtig. Allerdings sollten die pflegenden Angehörigen darauf achten, sich nicht zu überfordern. Wenn es doch zu einer Überforderung kommt, ist es sowohl aus Sicht des pflegenden Angehörigen als auch des Pflegebedürftigen wichtig, sich rechtzeitig Hilfe durch professionelle Pflegedienste zu holen.

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