Mit Aufklärung und Workshops gegen Aids

Religion Von Extern | am Di., 30.11.2021 - 15:51

HERMANNSBURG. Anlässlich des Weltaidstages am 1. Dezember weist das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) auf ein Projekt seiner äthiopischen Partnerkirche Mekane Yesus (EECMY) hin. 

„Die Berichte aus einem Projekt in Biftu im Kampf gegen die Ansteckung mit dem Aidsvirus in Äthiopien und die Zusammenarbeit mit der Partnerkirche Mekane Yesus, das Risiko einer HIV-Infektion zu reduzieren sind erfreulich“, heißt es aus dem ELM.  Besonders unter den 15- bis 24-Jährigen sei die Infektionsrate am höchsten. Viele seien sich der Risiken von wechselnden GeschlechtspartnerInnen nicht bewusst. 

Die knapp 500 Kilometer östlich von Addis Abeba gelegene Stadt Biftu ist ein Zentrum des Kaffeeanbaus und des Goldbergbaus. Menschen sind oft nur zur schweren Arbeit hier, oftmals fehlt der Zusammenhalt der Familie. Gerade an einem solchen Ort versuchen besonders junge Menschen angesichts ausbeuterischer Arbeitsbedingungen die existentielle Sorgen des Alltags zu verdrängen und flüchten sich in Alkohol, Sex und Drogen. 

Doch durch das vom Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) mit Spenden unterstützte Engagement der Kirche gibt es laut dem ev. luth. Missionswerk genau dort erste Erfolge. Workshops hätten dazu geführt, dass in Gemeinden und Familien offen über HIV/Aids und reproduktive Gesundheit gesprochen werde und Risiken bewusster wahrgenommen würden.

Dazu tragen auch Anti-HIV/Aids-Clubs in Schulen bei. Clubmitglieder sprechen über Vorbeugung und Risiken von HIV/Aids und geben neues Wissen ihren Freundinnen und Freunden weiter. Die Form der Clubs hilft, freier und ohne Angst oder Scham über Sexualität zu sprechen.
 
Durch Beratung und kostenlose Aidstests stieg die Zahl der Getesteten. Einige infizierte Personen wurden vom örtlichen Gesundheitszentrum übernommen und begannen mit einer medikamentösen Therapie. Sie soll den Ausbruch der Krankheit verhindern und ihnen ein nahezu normales Leben ermöglichen.

Nicht zuletzt ermutigt das Projekt kommerzielle Sexarbeiterinnen, Kondome zu nutzen, um sich und andere vor der Ansteckung mit dem Aidsvirus und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten zu schützen. Außerdem bietet das Projekt Unterstützung bei der Gründung kleiner Unternehmen, mit denen sie Alternativen bekommen, ein Einkommen für ihren Lebensunterhalt zu erzielen.

Mehr Informationen gibt es unter www.spenden-fuer-mission.de Hier sind auch Online-Spenden möglich, außerdem kann man spenden auf das ELM-Spendenkonto  DE90 2695 1311 0000 9191 91 mit dem Stichwort „Weltaidstag“.

Foto: Mit Workshops gegen die Ausbreitung von Aids – das Engagement der EECMY zeitigt erste Erfolge.