verdi-Fahrraddemo: Gewerkschafter fordern mehr Geld für öffentlichen Dienst

Gesellschaft Von Redaktion | am Di., 29.09.2020 - 13:22

CELLE. Das AKH, die Kreisverwaltung, das Neue Rathaus, der Zweckverband Abfallwirtschaft und die Lebenshilfe waren Stationen auf der Fahrraddemonstration, zu der heute die Gewerkschaft ver.di eingeladen hatte. "In der Krise wurde allen klar, wie systemrelevant und unverzichtbar die Jobs im öffentlichen Dienst sind. Die Beschäftigten wurden als Held*innen gefeiert und beklatscht. Es wurde von Prämien und Aufwertung gesprochen. Das war aber gestern. Heute gibt es Tritte", beklagt ver.di, dass sich am Verhandlungstisch die öffentlichen ArbeitgeberInnen von Bund und Kommunen dem Vorschlag von ver.di nach einer einvernehmlichen und moderaten Übergangslösung ohne Streiks in Zeiten von Corona entgegen gestellt hätten. Vielmehr hätten sie ihre Chancen gewittert, in der Krise das durchsetzen zu können, was sie sich bisher nie getraut hätten, um den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes zu verschlechtern.

Dagegen gingen heute Gewerkschafter auf die Straße. "Wie kurzsichtig ist das, was Systemrelevantes zu schwächen? In vielen Bereichen der öffentlichen Verwaltung herrscht schon jetzt Personalmangel und das wird sich in den nächsten Jahren noch verschärfen. Die Gehälter im öffentlichen Dienst hinken noch im Vergleich zu denen in der Privatwirtschaft gewaltig hinterher. Bund und Kommunen nutzen es aus, dass in kontaktlosen Zeiten die Beschäftigten und ihre Gewerkschaft es schwerer haben, sich zu organisieren", so ver.di.